Stellenangebote

In der biologisch-dynanmisch ausgerichteten Cultivari Öko-Getreidezüchtungsforschung Darzau bieten wir von Praktika über Ausbildungsplätze und Abschlussarbeiten auch Anstellungen als Züchter an. Ihre schriftliche Bewerbung, ausschließlich per Email, richten Sie bitte an Dr. Karl-Josef Müller (Kontakt).

Eine Beschreibung der Stellen finden Sie hier:

Praxisorientierte Fortbildung in biologisch-dynamischer Getreidezüchtung

Zunächst als einmaliges Angebot für 2020.

Für die Zeit von Mitte April bis Mitte Oktober (6 Monate) möchte ich drei bis vier Vollzeit-Praktikanten neben vielfältigen Betätigungsfeldern im betrieblichen Ablauf an vier Stunden pro Woche die Möglichkeit der Fortbildung im direkten Gespräch zu allen interessierenden Themen rund um die Sortenentwicklung von Getreide anbieten. Das kann von der Anlage von Versuchen über die Erhebung von Merkmalen und deren Beurteilung, Abläufe von Selektionsprozessen, aber auch Entwicklungsgeschichtliches bis hin zur Sortenzulassung und Saatgutgesetzgebung gehen. Es hängt letztendlich von den Fragen der Teilnehmer ab, wie die Schwerpunkte gesetzt werden. Voraussetzung sind mindestens drei Semester eines landwirtschaftlich, biologisch oder ökologisch ausgerichteten Studiums. Praktische Erfahrungen aus der ökologischen Landwirtschaft sind eine gute Voraussetzung. Zweifelsohne spielt die Anschauung vom Wesen der Pflanze, der Welt und des Menschen, wie sie sich aus der Anthroposophie ergibt eine zentrale Rolle, wobei die aktuellen gesellschaftlichen Erfordernisse zu berücksichtigen sind. Auf ein Verständnis von Hardy-Weinberg-Gleichgewicht und aus den Mendelschen Regeln abgeleitete Genetik können wir nicht verzichten. Über gentechnologische Ansätze jedoch lässt sich anderswo mehr erfahren. Mehr Gewicht wird auf die Entwicklung künstlerisch-kreativer Fähigkeiten gelegt. Befassen wir uns also auch mit Eurythmie und Bildekräfteunterscheidung. Es geht um die Entwickelung eigener schöpferischer Fähigkeiten. Pflanzenzüchter sind immer auch Erfinder, die etwas Neues in die Welt stellen, sei es auch noch so klein. Dafür braucht es Raum und Zeit. Nicht zuletzt bedarf es auch einer Liebe zur Weisheit. In welchem Verhältnis zueinander stehen verschiedene Weltanschauungen und was bedeutet das für die Kulturpflanzenentwicklung. Wahrnehmung und Denken bilden die Grundlage.

Neben den vier Stunden pro Woche der Fortbildung mit Betreuer sollen vier weitere Stunden dem eigenen Studium im Zusammenhang mit den bei Cultivari bearbeiteten Kulturen dienen, wie Übungen, Pflanzenbeobachtungen oder Recherchen. In dieser Zeit kann eine Fragestellung auch in der Weise bearbeitet werden, dass sie Thema einer Bachelor- oder Master-Arbeit wird. Für 32 Wochenstunden erfolgt eine Anstellung als Praktikant mit einem Monatsbrutto von 1.400 € und 2 Urlaubstagen pro Monat. Während des Praktikums finden je nach Jahreszeit und Witterung Arbeiten im Feld in Form von Bonituren und Messungen, Inokulationen, Kreuzungen, Pflegemaßnahmen und Erntevorbereitungen, sowie in der Ernteaufbereitung mit verschiedensten Reinigungsgeräten und Analysen im Labor beispielsweise zu Feuchtkleber, Fallzahl, Sedimentation, Viskosität oder auch Nahinfrarotmessungen und photometrischen Analysen statt. Inwieweit dieses Praktikum im Rahmen einer anderen Ausbildung anerkannt wird, muss mit der jeweils zuständigen Stelle selbst geklärt werden. Selbstverständlich kann das Angebot auch von Personen mit abgeschlossener Ausbildung wahrgenommen werden, die für sich prüfen wollen, ob eine künftige Beschäftigung in diesem Arbeitsfeld in Frage kommt. Die Übernahme in einen Verantwortungsbereich bei Cultivari ist für den Einen oder Anderen letztendlich nicht nur möglich, sondern erwünscht.

Bewerbungen mit Unterlagen, die als sinnvoll anzusehen sind, bitte ausschließlich per Email an office(at)cultivari.de und möglichst frühzeitig, damit meine Mitarbeiter und ich beim Auffinden einer Unterkunft in der Nähe behilflich sein können.

Einen Dank an Charlotte, Elena, Michael und Hisham, die durch ihre Fragen im Sommerpraktikum zu diesem Angebot angeregt haben.

Karl-Josef Müller

Bearbeitete Kulturen sind Winterweizen, Wintereinkorn, Wintererbsen mit Wintertriticale, Winter- und Sommerroggen, Winter- und Sommergerste, sowie Nackthafer. Alles zusammen an rund 10.000 Parzellen auf ca. 10 ha Fläche in den Fruchtfolgen umliegender Ökobetriebe, wo von der Saat bis zum Drusch alle Aufgaben übernommen werden. 

Hier geht's zu einem kleinen Film von einem Tag in der Ernte 2019: https://youtu.be/wITSlMEkz6c

Im Rahmen der Umgestaltung von Zuständigkeiten sind die Aufgabenbereiche 1. Winterweizen, 2. Wintereinkorn und Nackthafer, 3. Wintererbsen mit Triticale, 4. Sommergerste für Speise-, Futter- und Brauzwecke jeweils neu zu besetzen. Dabei geht es immer um die Einarbeitung in die Züchtung selbst und begleitende Forschungsaufgaben, die zu übernehmen und weiterzuentwickeln sind.

Voraussetzung ist ein landwirschaftliches Studium (Master), grundlegende Kenntnisse des Ökologischen Landbaus und Hintergrundwissen zur Pflanzenzüchtung mit Interesse auch an neuen bio-dynamischen Entwicklungsansätzen. Die Positionen können eine nach der anderen zum nächstmöglichen Zeitpunkt in Vollzeit besetzt werden. Bewerbungen und Rückfragen bitte per Email an office@cultivari.de

Also einfach mal Kontakt aufnehmen, um sich ein klares Bild über die Aufgaben zu machen.

Für die Ausbildung zum ATA an den Berufsbildenden Schulen (BBS III) in Lüneburg (näheres siehe dort) bieten wir einen Praktikumplatz. Vorraussetzung für die Ausbildung ist die Mittlere Reife oder Vergleichbares. Die Bewerbung bei der Schule kann nur mit einer schriftlichen Zusage des Praktikumsbetriebes erfolgen. Interessenten sollten sich also zunächst an der BBS III informieren, ob noch Plätze frei sind, sich daraufhin in der Getreidezüchtunsforschung bewerben, um sich mit einem Praktikumsvertrag dann endgültig an der BBS III in Lüneburg anmelden zu können.

Das Praktikumsjahr im Rahmen dieser Ausbildung findet dann vom 01.02. - 31.01. statt:
Unter ökologischen Anbaubedingungen wird mit Gerste, Weizen, Roggen, Einkorn, Hafer und Erbsen unter dem Blickwinkel der Eignung für den Ökologischen Landbau und der Ernährung des Menschen gearbeitet.
Aufgrund der geringen Betriebsgröße von bis zu 6 ständigen Mitarbeitern bekommen die/der Auszubildende vielfältige und abwechslungsreiche Einblicke in alle Bereiche der Arbeit. Im Labor geht es z.B um die Bestimmung von Weizenklebereiweiß, Stärkemenge und Zusammensetzung, Viskositätseigenschaften, Gelbpigmentgehalte und Ballaststoffe. Desweiteren steht für die/den Auszubildenden die Arbeit auf dem Feld, d.h. Feldvorbereitung mit Einmessen und Markieren, Aussaat, Datenerhebung (Bonituren), künstliche Infektionen, Kreuzungen sowie zum Teil auch Feldpflegearbeiten und natürlich die Ernte an. Nach der Ernte geht es darum, das Getreide zu reinigen und für die obengenannten Laboranalysen aufzubereiten. Gleichzeitig muss das Wintergetreide schon wieder für die Aussaat vorbereitet werden.
Die Arbeit ist abwechslungsreich und findet je nach Jahreszeit draussen und drinnen statt. Die/der Auszubildene sollte nicht wetterscheu sein und auch einmal mit Regentagen auf dem Feld rechnen. Am Ende des praktischen Jahres hat jeder, der bei uns war, einen kompletten Jahresrythmus durchlaufen.
Wer also Interesse am Ökologischen Landbau hat, einen abwechslungsreichen, interessanten Beruf erlernen möchte und bereit ist, sich mit den speziellen Gegebenheiten der Ökozüchtung auseinander zu setzen, ist bei uns genau richtig. Sofern erforderlich helfen die Mitarbeiter bei der Suche nach einer Unterkunft in Betriebsnähe.
Ihre Bewerbung für das neue Schuljahr, das nach den Sommerferien beginnt, erwarten wir bevorzugt in der Zeit von Januar bis April.

Für die Zeit der Ernte und Aufarbeitung der Versuche im Juli-August-September bieten wir in Darzau kurzfristige Mitarbeitsmöglichkeiten von 4-12 Wochen an. Nach der Ernte der Versuchsparzellen und der anschließenden Reinigung der Ernteproben liegt der Schwerpunkt auf der Untersuchung von Weizen mittels Feuchtkleberbestimmung, Sedimentationswert und Fallzahl. Untersuchungen zur Stärkeviskosität von Gerste oder zu den Eigenschaften von Einkorn schließen sich an. Parallel beginnt dann auch schon die Vorbereitung der Herbstaussaat mit Einzelährendrusch, Kornmassebestimmung, Keimprüfungen, Saatguteinwaage und Magazinierung. Wenn die Sommerferien in Niedersachsen in diese Zeit fallen, können wir auch Schüler(innen) ab 16 Jahre einen Ferienjob über drei bis vier Wochen in der Zeit ab ca. 20.Juli anbieten, sofern sie in erreichbarer Nähe wohnen.

Diese Zeiten bieten sich auch für Studenten an, die einen Praktikumsplatz für die Ausbildung an einer Hochschule suchen. Prinzipiell bieten wir in Einzelfällen auch Praktika bis zu einer Dauer von einem Jahr an. Bitte geben Sie bei einer Bewerbung an, ob das Praktikum ggf. für einen bestimmten Abschluss benötigt wird. Ein Praktikum dieser Art ist der beste Einstieg in eine Laufbahn als ökologischer Pflanzenzüchter, denn wenn Sie die vielen kleinen Handgriffe aus eigener Erfahrung kennen, können Sie Andere später auch gut darin anleiten, selbst wenn sich die Technik bis dahin schon wieder etwas weiterentwickelt hat.

Sie wollen noch mehr dazu wissen oder haben spezielle Fragen zum Praktikum und allen sonstigen Umständen drumherum? Schreiben Sie einfach eine Mail!

Wenn Sie zu einer unserer in der Züchtungsforschung bearbeiteten Kulturen im Rahmen Ihrer universitären Ausbildung ein Thema bearbeiten möchten, dann melden Sie sich einfach. Wir haben immer ein paar Themen auf Lager, die einer Bearbeitung harren, aber nicht alles kann immer sofort losgehen. Sofern in der Getreidezüchtungsforschung selbst schon kein Platz mehr ist, kann eine Unterkunft in der Nähe vermittelt werden. Material- und Reisekosten sind oft auch kurzfristig finanzierbar. Promotionsarbeiten erfordern eine gründliche Vorbereitung. Auch für einfachere Fragestellungen muss das Eine oder Andere für den Feldversuchsanbau frühzeitig eingeplant werden, um die Auswertbarkeit der dann erst später zu erfassenden Daten gut vorzubereiten. Ein Praktikum bietet dafür die besten Voraussetzungen (siehe oben).

Bei Fragen nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Zuletzt aktualisiert: 11-2019